Politik verstehen. Recht begreifen. Wirtschaft durchschauen.
„La politique est une chose trop sérieuse pour être laissée aux politiciens.“
Charles de Gaulle (General und Politiker, Französischer Präsident von 1959-69)
„Politik ist eine viel zu ernste Angelegenheit, um sie den Politikern zu überlassen.“
Wer in einer freiheitlichen Demokratie mitreden und mitgestalten will – ob im Stadtrat, am Arbeitsplatz oder beim eigenen Mietvertrag – braucht mehr als Allgemeinwissen. Genau hier setzt das Fach Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft an: Es macht junge Menschen fit für ein selbstbestimmtes Leben in einer demokratischen, rechtsstaatlichen und wirtschaftlich vernetzten Gesellschaft.
Ein Fach – 3 Perspektiven
Gemeinschaftskunde
eröffnet den Blick auf politische Prozesse: Wie entstehen Gesetze? Wie funktionieren Parteien, Wahlen und der Bundestag? Warum lohnt sich Engagement in einer Demokratie – und was bedroht sie?
Rechtserziehung
vermittelt praxisnahes Rechtswissen: vom Taschengeldparagrafen über Mietrecht bis zum Strafrecht. Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Rechte zu kennen, Verträge einzuschätzen und Konflikte im Rahmen des Rechtsstaats zu lösen.
Wirtschaft
erklärt, wie Märkte, Unternehmen und Geldpolitik funktionieren – von der ersten Lohnabrechnung bis zu globalen Handelsverflechtungen. So entsteht ökonomische Mündigkeit für Beruf, Studium und Alltag.
Vom eigenen Erleben zur „großen Politik“
Ausgangspunkt sind stets Fragen aus der Lebenswelt der Jugendlichen – der eigene Ausbildungsvertrag, die erste Wohnung, das Smartphone-Abo. Von dort aus öffnet sich der Blick auf größere Zusammenhänge: Landtag, Bundesregierung, Europäische Union, globale Märkte.
Kontroverse Themen – kontrovers diskutiert
Was in Politik und Wissenschaft umstritten ist, wird auch im Unterricht als kontrovers behandelt. Schülerinnen und Schüler üben, unterschiedliche Positionen zu verstehen, sich eine eigene, begründete Meinung zu bilden – und diese sachlich zu vertreten. Aktuelle Debatten aus Politik, Recht und Wirtschaft fließen dabei regelmäßig in den Unterricht ein.
Das Fach GRW im Gymnasium
An sächsischen Gymnasien beginnt GRW in Klassenstufe 7 und begleitet die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich bis zum Abitur. Mit zunehmendem Alter wachsen die Komplexität der Themen und die Fähigkeit zur eigenständigen Analyse gesellschaftlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Sachverhalte. Seit 2006 kann GRW zudem als Abiturprüfungsfach gewählt werden – für alle, die ihre Stärken in politischer Bildung, Recht oder Wirtschaft besonders vertiefen möchten.
Was sind die wichtigsten Ziele des Faches GRW für die Schülerinnen und Schüler?
- Ein fundiertes Verständnis für Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft
- Die Fähigkeit, Nachrichten, Argumente und Interessen kritisch zu hinterfragen
- Praktisches Wissen für Verträge, Finanzen und das Berufsleben
- Selbstbewusstsein, sich als mündige Bürgerin oder mündiger Bürger einzubringen
- Freude an Diskussion, Planspielen und der Auseinandersetzung mit aktuellen Ereignissen
Kurz gesagt: GRW macht aus Schülerinnen und Schülern informierte, urteilsfähige und handlungsbereite Mitglieder unserer Gesellschaft – bereit, Demokratie, Recht und Wirtschaft nicht nur zu verstehen, sondern aktiv mitzugestalten.
Exkursionen und Wettbewerbe
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 erkunden im Rahmen des Lernbereiches „Politik in der Kommune“ das Chemnitzer Rathaus.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 besuchen eine Plenardebatte des Sächsischen Landtages, um einem demokratisch gewählten Parlament bei der Arbeit zuzuschauen und bekommen auch die Gelegenheit mit drei Abgeordneten aus verschiedenen Fraktionen zu sprechen.

Wenn Europa-, Bundestags-, oder Landtagswahlen stattfinden, beteiligen sich die Klassenstufen 9 und 10 und die Kursstufe an den Juniorwahlen.


Ab dem Schuljahr 2026/27 ist eine Betriebserkundung der Klassen 10 im Rahmen des Lernbereiches „Wirtschaft und Wirtschaftsordnung in der Bundesrepublik Deutschland“ geplant.
Außerdem gibt es die Gelegenheit für die Klassen 10 und die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II am „Planspiel Börse“ der Sparkasse teilzunehmen und dadurch in die Welt des Aktien- und Wertpapierhandels „hineinzuschnuppern“.
Unsere Kolleginnen und Kollegen:
Frau Lange (Englisch-GRW)
Herr Hänel (Sport-GRW)
Frau Maul (Spanisch-GRW, Lehrerin in Ausbildung)
Herr Pechstein (Geschichte-GRW, Fachkonferenzleiter GRW)

